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Παρασκευή 20 Δεκεμβρίου 2019

ΜΕΤΑΦΡΑΣΤΙΚΟ ΚΑΤΟΡΘΩΜΑ






ΜΕΤΑΦΡΑΣΤΙΚΟ ΚΑΤΟΡΘΩΜΑ

Διάβασα σε δύο μέρες μέσα (απνευστί) το βιβλίο με τα ποιήματα του Γκότφρητ Μπεν στη μετάφραση του Κώστα Κουτσουρέλη. Διεισδυτική εισαγωγή με εμπεριστατωμένες παρατηρήσεις όχι μόνο στο έργο του ποιητή, αλλά και στο κίνημα του εξπρεσιονισμού. Άψογες (αναμενόμενο αυτό) από πάσης απόψεως οι μεταφράσεις των ποιημάτων του Μπεν, αλλά και άλλων εξπρεσιονιστών ποιητών, που αναγράφονται στην "Εισαγωγή". Στο "Επίμετρο" λύνονται όλες οι απορίες σχετικά με το τολμηρό αυτό εγχείρημα, που κρατάμε στα χέρια μας χάρις στις εκδόσεις Gutenberg, που εδώ και πάνω από 50 χρόνια χαρίζουν στο αναγνωστικό κοινό κορυφαία έργα της λογοτεχνίας, της επιστήμη και της τέχνης.
Εύγε σε όλους! Και εις άλλα πολλά!

Τρίτη 26 Απριλίου 2016

ΓΚΟΤΦΡΗΤ ΜΠΕΝ!




GOTTFRIED BENN


BLAUE STUNDE

I.

Ich trete in die dunkelblaue Stunde –
da ist der Flur, die Kette schließt sich zu
und nun im Raum ein Rot auf einem Munde
und eine Schale später Rosen – du!


Wir wissen beide, jene Worte,
die jeder oft zu anderen sprach und trug,
sind zwischen uns wie nichts und fehl am Orte:
dies ist das Ganze und der letzte Zug.


Das Schweigende ist so weit vorgeschritten
und füllt den Raum und denkt sich selber zu
die Stunde – nichts gehofft und nichts gelitten –
mit ihrer Schale später Rosen – du.



II.

Dein Haupt verfließt, ist weiß und will sich hüten,
indessen sammelt sich auf deinem Mund
die ganze Lust, der Purpur und die Blüten
aus deinem angeströmten Ahnengrund.


Du bist so weiß, man denkt, du wirst zerfallen
vor lauter Schnee, vor lauter Blütenlos,
todweiße Rosen Glied für Glied – Korallen
nur auf den Lippen, schwer und wundengroß.


Du bist so weich, du gibst von etwas Kunde,
von einem Glück aus Sinken und Gefahr
in einer blauen, dunkelblauen Stunde
und wenn sie ging, weiß keiner, ob sie war.



III.

Ich frage dich, du bist doch eines andern,
was trägst du mir die späten Rosen zu?
Du sagst, die Träume gehn, die Stunden wandern,
was ist das alles: er und ich und du?


«Was sich erhebt, das will auch wieder enden,
was sich erlebt – wer weiß denn das genau,
die Kette schließt, man schweigt in diesen Wänden
und dort die Weite, hoch und dunkelblau».

Πέμπτη 28 Ιανουαρίου 2016

ΚΥΚΛΙΚΗ ΚΙΝΗΣΗ




GOTTFRIED BENN


ΚΥΚΛΙΚΗ ΚΙΝΗΣΗ

Ο μοναχικός τραπεζίτης μιάς πόρνης
που πέθανε άγνωστη μεταξύ αγνώστων
είχε σφράγισμα χρυσό.
Οι υπόλοιποι έλειπαν λες και είχαν κανονίσει
στα μουγκά να βγούνε ραντεβού.
Τον έβγαλε ο εργολάβος κηδειών,
τον έβαλε ενέχυρο και ύστερα πήγε για χορό.
Διότι, όπως είπε,
μόνο το χώμα πρέπει να ξαναγίνεται χώμα.


Μετάφραση: Γιώργος Κεντρωτής.


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KREISLAUF

Der einsame Backzahn einer Dirne,
die unbekannt verstorben war,
trug eine Goldplombe.
Die übrigen waren wie auf stille Verabredung
ausgegangen.
Den schlug der Leichendiener sich heraus,
versetzte ihn und ging für tanzen.
Denn, sagte er,
nur Erde solle zur Erde werden.

1912

Πέμπτη 11 Ιουνίου 2015

ΓΚΟΤΦΡΗΤ ΜΠΕΝ!!




GOTTFRIED BENN


VERSE

Wenn je die Gottheit, tief und unerkenntlich,
in einem Wesen auferstand und sprach,
so sind es Verse, da unendlich
in ihnen sich die Qual der Herzen brach;
die Herzen treiben längst im Strom der Weite,
die Strophe aber streift von Mund zu Mund,
sie übersteht die Völkerstreite
und überdauert Macht und Mörderbund.

Auch Lieder, die ein kleiner Stamm gesungen,
Indianer, Yakis mit Aztekenwort,
längst von der Gier des weißen Manns bezwungen,
leben als stille Ackerstrophen fort:
“komm, Kindlein, komm im Schmuck der Siebenähren,
komm, Kindlein, komm in Kett’ und Yadestein,
der Maisgott stellt ins Feld, uns zu ernähren,
den Rasselstab und du sollst Opfer sein -”

Das große Murmeln dem, der seine Fahrten
versenkt und angejocht dem Geiste lieh,
Einhauche, Aushauch, Weghauch – Atemarten
indischer Büssungen und Fakirie -,
das große Selbst, der Alltraum, einem Jeden
ins Herz gegeben, der sich schweigend weiht,
hält sich in Psalmen und in Veden
und spottet alles Tuns und trotz der Zeit.

Zwei Welten stehn im Spiel und Widerstreben,
allein der Mensch ist nieder, wenn er schwankt,
er kann vom Augenblick nicht leben,
obschon er sich dem Augenblicke dankt;
die Macht vergeht im Abschaum ihrer Tücken,
indes ein Vers der Völker Träume baut,
die sie der Niedrigkeit entrücken,
Unsterblichkeit im Worte und im Laut.